Allgemein

langsam wird es was

So langsam wird es was. Während im Hintergrund ein netter Jumpstyle-Mix der Inglourious Bassnerds läuft, habe ich heute den Unterkiefer soweit tragefertig gemacht. Was dort noch fehlt ist natürlich eine weitere Ausgestaltung mit anderen Farben und die Zähne müssen noch gelblicher werden so wie mit Blutresten versehen werden.
Unterkiefer Crawlerin

Dazu habe ich die Mullbindenenden mit festem Stoff umwickelt und diesen von Hand fest genäht, in die Laschen die ich jeweils an den Enden gelassen habe, habe ich dann ein Miederband vernäht, um es elastisch zu halten. An einem Ende wurden dann noch zwei Druckknöpfe verbaut, um die Maske auch bequem an- und aus zu ziehen.

Weiter geht es mit dem Rest des Kopfes. Dafür habe ich zunächst eine Sturmhaube aus altem Jersey als Basis genäht und dort dann den Unterkiefer ausgeschnitten.

Hassi ganz

Als nächstes habe ich dann eine Strumpfhose genommen und die Beine abgeschnitten und über die Hassi gezogen, um die Nasenpartie auszubilden habe ich eine Mullbinde genommen und um den Kopf gewickelt.

Hassi + Strumpfhose

Der letzte Schritt war dann, die letzten Reste meines latex zu verbrauchen um den Oberkiefer mal wieder mit Hilfe von Latex, klopapier und Kunststofffingernägeln auszugestalten – zumindest so weit, wie mich mein Latex gebracht hat. Ich hoffe nun, die Tage neues besorgen zu können, um schnell weiter arbeiten zu können.
Ich muss aber sagen, dass ich dafür , dass ich so etwas das erste mal mache, erstaunt bin wie leicht mir das von der Hand geht.


Crawlerin Zwischenstand

Moddingmonat

Ich habe ja länger nichts mehr zum Thema Modding gepostet – das wird sich ändern.
Meine Mitbewohnerin schreibt aktuell ein Buch und hat mich dazu überredet auch eines zu schreiben. Nach zwei Seiten fällt es mir aber wieder schwer, weiter zu machen und drann zu bleiben. Daher habe ich mir überlegt, dass mein Projekt für diesen Monat ein paar Moddingdinge sind, die schon länger mal anstehen.

Bis zum Ende des Monates möchte ich also folgendes geschafft haben:
- eine neue Klamotte für das Modrowgorod
- eine Crawler-Klamotte
- eine Buzz Bee Flintlock-Pistol für eine Freundin endlich(!!!) fertig modden

Heute habe ich schon mit der Unterkiefermaske für die Crawlerin angefangen.

Crawler, was zur Hölle soll das sein?
Crawler sind in diversen Liverollenspieluniversen im Post-Postapokalypse- und Zombiesettings bekannt. Es handelt sich hier um Menschen/Tiere/Wesen, die stark mutiert sind. Es sind schnelle und durchaus intelligente Jäger, die alleine oder im Rudel Siedlungen angreifen, auf einzelne Jagd machen usw.
Sie werden vor allem als Horrorelemente eingesetzt – ein Crawler ist meist nur schwer zu besiegen, sie halten viele Schüsse aus und beissen sich gerne durch ihre Opfer durch.

Wie bin ich bei der Maske vor gegangen?

Ich habe mit einer Mullbinde einen Bereich um meinen Unterkiefer umwickelt und diesen dann mit Latexmilch, welche ich zuvor mit Make-Up hautfarben gefärbt habe, getränkt. Danach habe ich mit Klopapier und Watte und noch mehr Latexmilch langsam Schichten aufgebaut und in diese Kunststofffingernägel eingebaut, die nun als Zähne fungieren. Die Fingernägel habe ich mit dem beigelieferten Sekundenkleber und Klopapier (ein Blatt nehmen und aufdröseln, um an die Schichten zu kommen, dann die einzelnen Schichten benutzen) und natürlich mehr Latex, aufgeklebt und eingebettet. Als dann der Kiefer halbwegs stabil und Trocken war, hat mein Mitbewohner die Mullbinde in meinem Nacken zerschnitten und ich habe von Hand mit den üblichen Hilfsmitteln (Klopapier, Sekundenkleber, Latex) weitere „Zähne“ hinzugefügt und ein paar Lücken geschlossen.
Als nächster Schritt steht nun an, die Maske mit einer Halterung zu verbinden, damit ich diese auch bequem tragen kann, danach kommt der Rest des Kopfes drann, der muss aber noch eingekauft werden. Dazu werde ich eine Sturmhaube, Damenstrumpfhosen und Latex brauchen. Ich freue mich auf jeden Fall auf das weiterbasteln, bis Sonntag würde ich gerne den Kopf fertig haben, fortschritte versuche ich regelmäßig hier zu posten.

Die Maske ist natürlich noch im WIP-Modus, das heißt noch längst nicht fertig ;-)





Bunker Springs – ein kleiner Bericht

Ich war an diesem Wochenende auf dem schönen Bunker Springs als NSC unterwegs, und möchte das erlebte einmal in einem kleinen Bericht zusammenfassen:

Wir sind zuhause am Donnerstag los. Wir, das sind ein guter Freund und ich. Wir Larpen seit ca. 2 Jahren zusammen und er hatte die Idee mit dem BS.
Also ab in den Zug und nach drei Stunden in Montabaur wieder aussteigen.
Montabaur… ein ICE-Bahnhof an dem sich ein Outlet-Store für Markenklamotten an den nächsten reiht, aber einen Bäcker um sich noch schnell mit Brötchen einzudecken oder einen Supermarkt um mich mit Konserven oder so einzudecken, habe ich dort vergebens gesucht. Also geht es ab in den Bus zum Congelände.
Aus dem Bus raus waren es tatsächlich nur ein paar Meter zum Eingang des Geländes, jedoch auf dem Gelände noch einmal etwa 500m oder mehr um zum Check In zu gelangen – mit jeweils einem Rucksack und einer großen Tasche in der Hand und berg auf nicht unbedingt einfach, aber machbar.
Vor Ort wurde uns dann ein Bunker zugewiesen, in dem auch schon zwei nette Mitlarper*Innen dabei wahren ihre Klamotten noch schnell zu vervanzen oder NSC-Kram zu nähen.
Im Laufe des Abends trafen dann immer mehr NSC ein, leider wurde des öfteren positiv Bezug auf die Wehrmacht oder Vergewaltigungen genommen – beides absolut keine positiven Dinge. Besser wurde es dann, als zwei weitere Freund*Innen kamen und mit uns einer Meinung wahren. Noch besser wurde es, als ich am folgetag mal eine Ansage gemacht habe, das Vergewaltigungswitze echt ne blöde Sache sind und nicht alle die aufgrund von persönlichen Erfahrungen so witzig finden – dann war zum Glück Ruhe.
Nichts desto trotz gab es von der Orga super Essen und Frühstück, es gab immer etwas zu trinken und die lieben Menschen in den gelben Westen waren auch immer ansprechbar und für Vorschläge unsererseits offen.
Freitag Abend ging es dann nach einem kleinen Abendessen endlich los – Crawlermutanten Aktion.
Wir hatten eine Menge Spaß, die Spieler in Angst und Schrecken zu versetzen und die Spieler hatten Spaß damit, sich erschrecken zu lassen – wir waren rundum zufrieden.
An dieser Stelle möchte ich übrigens noch mal ein Lob an die ADS/5th Division loswerden: Ihr habt großartig ausgespielt – großartig und konsequent.

Nach einer viel zu kurzen Nacht ging es dann morgens weiter, diesmal mit Gewehr in der Hand und als „Adler“, eine militärische Gruppierung. Wir haben das Kraftwerk der Stadt sabotiert und danach versucht in die Stadt zu kommen – ich als Feldwebel*In hatte sehr viel Spaß meine Soldaten anzuschreien, wenn sie mal wieder dumm in der Gegend standen oder nicht das taten, was ihnen befohlen ward.
Später haben wir dann noch Proben genommen, da habe ich als Fräulein Oberingenieurin den Gefreiten Otto herumkommandieren dürfen, ein Bild, welches die Orga fast zum lachen gebracht hätte, wurde mir vorher eine solche Rolle wohl nicht zugetraut.

Nachts kamen die Spieler dann noch mal auf eine dumme Idee: Sie hatten es geschafft, die Lockstoffe für die Crawler zu finden und in einem Fass eine Apparatur angebracht, die diese versprühen sollte. Der Plan war einfach: Crawler anlocken und dann sprengen.
Also haben wir uns anlocken und sprengen lassen – was aber nicht alle von uns erwischt hat. Da gab es kein langes zögern, wir sind los und haben die Spieler angegriffen, bis wir dann alle OT gehen konnten/sollten.

An dieser Stelle noch mal ein Lob und Dank an alle meine mit-NSC, die Orga und alle meine Freund*Innen, die ich mal wieder gesehen habe, es waren ein paar schöne Tage.

Liebe Grüße,
Lena

LARP und die Realität – eine Danksagung an meine Privilegien

Das heutige Thema ist etwas anstrengend und geladen. Es geht um Krieg, Liverollenspiel und politik. Es geht darum, warum ich froh bin in Deutschland zu leben und es nach wie vor als das „gute Leben im falschen“ bezeichne.

Fangen wir mal mit dem an, mit dem vermutlich die meisten die meinen Blog lesen etwas zu tun haben: Liverollenspiel, oder genauer, Endzeitliverollenspiel a la Mad Max, Postman, Fallout, Waterworld oder Metro 2033. Wir laufen herum in einer Welt, vom Krieg gebeutelt, von Kriesen, Hunger, Mangel, Gewalt. Eine Welt, die wir unseren Kindern (wenn wir welche haben) ungerne antun würden. Warum? Weil wir Spaß daran haben. Weil wir die Zeit und das Geld haben es zu tun. Weil wir eben nicht in einer solchen Welt leben, sondern in Deutschland. Wir haben alle eine Wohnung und müssen uns eher selten einen Kopf darüber machen, wann das nächste warme Essen auf den Tisch kommt oder wie es zu bezahlen ist. Und das finde ich toll. Ich mag es. Es ist schön, so sorgenfrei Leben zu können und nur mal ab und zu spielerisch das Gefühl zu haben den Tag nicht zu überleben weil mir die Medikamente fehlen, das Essen ausgeht oder weil einfach einem Idiot mit einer Knarre mein Gesicht nicht passt – warum auch immer.
Ich bin froh als weißer Mensch in Westdeutschland aufgewachsen zu sein.

Wer ein bisschen Mitdenkt kann sich vermutlich denken, dass nun das große ABER kommt. Und liegt damit richtig.
ABER: Mir ist natürlich auch bewusst, dass das, was ich da so nebenbei zu meiner Bespaßung tue, in anderen Teilen der Welt bittere Realität ist.
Natürlich nicht genau so, denn unsere Welt ist eine stark romantisierte und fiktive Welt. Es ist woanders einfach viel Schlimmer. Im Iran würde ich für das, was ich bin, gehängt. Trans*weiblich und nicht Hetero. In Deutschland muss ich „nur“ Angst vor Männergruppe, dummen Kommentaren und abfälligen Blicken haben. Vereinfacht ausgedrückt.
In anderen Teilen der Welt herrscht Krieg, und ich bin froh nicht dort zu leben. Ich kann auch jede Person verstehen, die dort zu fliehen versucht. Denn: Dank meinem Rollenspiel weiß ich ansatzweiße, wie beschissen das ist. Ich kenne Folter und Hinrichtung, ich kenne Verfolgung und ich kenne Krieg und Terror.
Und ich möchte dass dort, in diesen Ländern, es den menschen auch einmal so gut gehen kann wie mir. Dass sie ihre Meinung, ihre Sexualität und ihr Geschlecht frei nach außen tragen können ohne dass ihnen mit Hass und Abneigung begegnet wird.

Und doch kritisiere ich das Land, in dem ich lebe. Eben weil ich hier lebe und weil ich weiß das es anderen nicht so gut geht. Ich glaube an eine Utopie, in der es den Menschen Besser geht als aktuell, in der wir alle friedlich miteinander leben können – nicht ohne Konflikte, aber ohne tödliche Gewalt. So ein bisschen wie in „Hurra die Welt geht unter“ von K.I.Z.
Überall. Und egal wie gut es mir hier geht, ich nehme mir heraus zu kritisieren was scheiße ist – zum Beispiel wenn die Polizei mal wieder linke verkloppt und Nazis oder andere Kartoffeln, die gerade besorgt wie sie sind, ein paar Flüchtlinge anzünden, laufen lassen. Wenn wieder mal irgendwer im Netz sexistische oder homophobe Scheiße labert. Oder das eben Kapitalismus nicht so alternativlos ist wie oft dargestellt – etwas besseres ist eben nicht gut genug und Kritik bleibt notwendig, so notwendig wie eben das Maul aufzumachen und für die eigenen Rechte zu kämpfen. Auch wenn es mir schon besser geht als einem Großteil der Menschheit. Und eben für diese Menschen zu Kämpfen, ist auch notwendig. Gegen jene, die ein Gedankengut haben das ich schon für sich als verbrecherisch einstufen würde, weil es eben Menschen anzündet oder im Mittelmeer vom Schlauchboot schubst, Obdachlose ermordet und Menschen als Unwürdig einstuft, nur weil sie nicht das Glück hatten in Europa geboren worden zu sein, was oft die einzige nennenswerte Leistung ist, die diese Leute noch nicht mal selbst erbracht haben.

Von daher: Ich bin froh hier zu leben (aber eben nicht „stolz“) und ich bin froh das ich Larpen oder meine Freizeit mit anderem spaßbringendem verbringen kann. Aber ich bin mir meiner Situation und Privilegien bewusst und setze mich dafür ein dass einmal alle Menschen, wenn sie möchten, so Larpen können wie wir – den Krieg nur als einen Teil im Leben erleben zu müssen worüber man nach einem schönen Wochenende Zuhause im Freundes- und Bekanntenkreis witzige und tolle Geschichten erzählen kann oder sich über die Orga aufregt. Oder was Larper halt sonst so tun, wenn nicht gerade Con ist ;-)

Utopische Grüße,
Lena

Mirror – Jacke, Top und Koppel

Heute habe ich den gesamten Abend, in Anbetracht einer Tavernencon am Samstag in Hannover, an meiner Mirror gearbeitet.
Bilder von mir in vollem Outfit gibt es hoffentlich dann am Wochenende, aktuell leider nur von der Puppe.

Ich habe endlich mal wieder mehr und besser sichtbare Scavisymbole angebracht. Des weiteren ist ein dreipunkt-Koppel entstanden auf der basis von zwei alten Gürteln und einem Taschenriemen. An den Gurt habe ich dann auf dem Rücken die Scheide meiner Machete in derart modifizierter Form angebracht, dass ich die Machete nun bequem über die Schulter ziehen kann.
Am Gurt hängen meine leere Patronen- und Krimskramstasche, ein Tiefziehholster mitsamt Sweet Revenge, die Rückenscheide, mein Trinkhorn und eine große NVA-Tasche, die ich auf meinem ersten FATE erstanden habe und seit dem Teil meiner Scavi-Chars ist.
Mein Top hat auch endlich noch mal etwas Beachtung erfahren: Hier kam ein Scavisymbol und eine Sonnenblume aus dem Logo der Grünenpartei dazu. Mehr folgt in kürze.

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Des weiteren habe ich meinen Rucksack, in dem normalerweise meine Handelswaren sind, überarbeitet. Ich habe zwei Dosen in die Seitentaschen getan, welche es mir ermöglichen schneller an die dort gelagerte Handelsware zu kommen. Am Quergurt an dem er getragen wird, habe ich etwas Flammenstoff angebracht, den ich auf dem letzten FATE von Jefe erstand. Außerdem wurden Scavisymbole angebracht und mehr bunter Stoff vernäht, um den bisher einzigen (großen) schwarzen Fleck an der Gewandung zu verkleinern.

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